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Bietigheimer Zeitung vom 24. Februar
2009
Spaß
und Spannung auf der Bühne
Öhringen
Radelrutsch gastierte mit „Die Kinder von Bullerbü“ in der
Kultura
Von Regina
Koppenhöfer
Das kam bei den Kindern und Eltern in der Kultura sehr gut an: Fröhlich,
äußerst phantasievoll, bunt und witzig
gab das Ensembledes Heilbronner Theater Radelrutsch das Kinderstück
„Die Kinder von Bullerbü“ nach Astrid Lindgren zum besten. Die
Schauspieler Natasa Rikanovic, Amelie Sturm, Stefanie Ramisch und Udo
Grundwald gefielen als die Freunde Lisa, Inga, Britta und Lasse. Ganz ohne
unnötige Knalleffekte brachte das Ensemble
beste Kinderunterhaltung, manchmal auch leise Spannung und vor allem aber
viel Spaß auf die Bühne.
Das Theater Radelrutsch erwies sich wieder einmal als Garant für wirklich
gut gemachtes Kindertheater.
Fröhliche Geschichten
Erzählt wurde bei dem Gastspiel dabei keine große Geschichte. Vielmehr
zeigten die Schauspieler, wie sich die Kinder von Bullerbü mit viel
Phantasie ihre Welt gestalten und sich in aufregende und fröhliche
Geschichten hineinträumen und spielen. „Es war Sommer und wir Mädchen
spielten wie fast jeden Morgen Gummihüpfen“, begannen die
Erzählungen, mit denen sich die kunterbunt gekleideten Schauspieler direkt
an ihr junges Publikum wandten. Danach verzauberten sie mit ihrem schönen
Spiel die vielen Mädchen und Jungen in der Kultura.
Das Ensemble nahm die Kids mit auf eine Reise zum Wassergeist und zu
Piraten. Mal tobten die Schauspieler wild auf der Bühneherum, dann wiederum
spielten sie harmlose Streitereien und trösteten und versöhnten sich
natürlich auch wieder – gerade so,wie es im richtigen Kinderleben
eben auch geschieht. Fröhlich und mit hinreißendem Charme war das
Schauspiel, bei dem die Akteure nahezu ständig in Bewegung waren.
Auch in Zaubersprache wurde gebrabbelt und viele Lacher gab es für
Rikanovic, Sturm und Ramisch, als diese ganz köstlich gackernde Hühner
mimten. Frisch und einfallsreich war die Inszenierung, die nicht zuletzt
einen weiteren Höhepunkt erfuhr, als die drei Schauspielerinnen zu Flöte,
Geige und Akkordeon griffen und live musizierten. Mit dem
„Sommerlied“ von Astrid Lindgren – teils in Schwedisch
und teils in Deutsch gesungen – verabschiedete sich das
Radelrutsch-Ensemble auf besonders sympathische Weise von seinem sichtlich
begeisterten jungen Publikum, das dann sogar noch zum Mitsingen eingeladen
wurde.
Viel gelacht Viel Lob gab es von der kleinen Franziska, die während der
Vorstellung oft herzhaft mitgelacht hatte. Die Vierjährige meinte:
„Ich hab so lachen müssen, weil die so lustig waren.“ Ulrike
Kaukel war mit ihrer Tochter Katharina (sechs Jahre) zum Gastspiel von
Radelrutsch gekommen. Auch die Forchtenbergerin zeigte sich angetan. Sie
meinte anerkennend: „Wir haben die Bücher gelesen und es ist schwierig,
diese Bücher auf die Bühne zu bringen. Das haben sie aber wirklich gut
gemacht. Die Kinder konnten alles gut nachempfinden.“
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