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Die jungen Zuschauer machten gerne mit
Poetische Gute-Nacht-Geschichte des Heilbronner Theaters Radelrutsch zum Auftakt von Kultur für Kids
Saarbrücken. Auf der Bühne steht ein Bett. Vor dem Bett liegt ein aus bunten Quadraten zusammengesetzter Teppich. Daneben stehen eine Stehlampe und ein Mülleimer. Außerdem gibt es einen kleinen Korb, der sich mit einer quer durch den Raum gespannten Schnur hoch- und runterziehen lässt. Sonst gibt es nichts Besonderes in Annas Kinderzimmer. Nichts Besonderes? Von wegen, denn da ist ja noch Prinz Bär. Ein Stofftier, würden die Erwachsenen sagen. Mein allerbester Freund, sagt Anna und wiegt den kuscheligen kleinen Bären zärtlich im Arm.
Gute Nacht, mein Bär, so heißt die poetische Gute-Nacht-Geschichte des Heilbronner Theaters Radelrutsch, die am Sonntag erstmals im Saarbrücker Schlosskeller zu sehen war. Das Kulturforum des Stadtverbandes Saarbrücken hatte im Rahmen der Reihe Kultur für Kids zu dem Ein-Frau-Stück eingeladen, in dem Schauspielerin Natasa Rikanovic in die Rolle des Kindergartenkindes Anna schlüpft. Anna hüpft auf ihrem bunten Teppich herum, jongliert ihren Papierkorb auf dem Kopf und bringt die kleinen Zuschauer mit ihren Kinderideen und Wortspielen zum Lachen.
Nur zum Schlafen kommt Anna erstmal nicht, so sehr sie sich auch in ihrem Bett hin- und herwälzen mag. Mal plumpst sie aus dem Bett, mal zieht ein Monster an ihrer Decke. Und immer ist es Prinz Bär, den Anna zur Hilfe holt. Mit ihm reist sie sogar bis zum Mond. Und als Prinz Bär sich bei der Rückkehr auf die Erde einen Arm bricht, sucht Anna im Publikum nach einem Doktor.
Gute Nacht, mein Bär trifft den Ton, den kleine Kinder mögen und verstehen. Es ist eine einfache Geschichte, die Natasa Rikanovic mit großem Zartgefühl auf die Bühne bringt. Dass die Kinder am Schluss zusammen mit Anna alle Bären-Mitmach-Lieder singen dürfen, setzt dem Prinz die Krone auf. Das Theater Radelrutsch ist am Sonntag, 29. April, 15 Uhr, wieder im Schlosskeller zu sehen. Gezeigt wird dann Noah und der große Regen für Kinder ab fünf Jahre. rae
Ausgabe Nr. 7, 09.01.2007
Von: Alexandra Raetzer
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