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STIMMEN AUS DER PRESSE
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Fränkische Nachrichten vom 06. Februar 1998
Spiellust und sinnliche Poesie
"Peterchens Mondfahrt" begeisterte die vielen kleinen Zuschauer
Maikäfer Sumsemann frißt am liebsten Salat. Und wenn er Angst hat, stellt er sich tot. Ob er auch bei Anneliese und Peterchen in seine erprobte Starre fallen soll, als sie ihn eines Abends geigespielend in ihrem Zimmer entdecken weiß er nicht so recht. Aber als die beiden seine Musik und seine Verse ("Eins, zwei, drei fiel die Biene in den Brei, vier, fünf, sechs macht die Fliege einen Klecks") beklatschen, weiß er, daß er endlich die beiden braven Kinder gefunden hat, die ihm wieder zu seinem verlorengegangenen Beinchen verhelfen können.
So bringt er ihnen flugs das Fliegen bei ("Immer Kräftig pumpen!"), und schon befinden sie sich auf ihrem Weg zum Mond, auf den das Beinchen gezaubert wurde. Zunächst treffen sie aber noch das Sandmännchen, das in seinem goldenen Buch auch den Tagesablauf Tauberbischofsheimer Kinder verzeichnet sieht - nämlich, daß sie einen Topflappen für den Vater gehäkelt oder mit der Katze um die Wette geschnurrt haben. Sandmännchen staunt nicht schlecht, als es die beiden Hemdenmatze statt in ihrem Bett auf der Himmelswiese antrifft. Aber ein Apfel von Anneliese versöhnt es schnell (schließlich wachsen im Himmel keine Apfelbäume) und er ruft auch gleich noch deren beiden hellglänzenden Sterne herbei, damit sie ihnen im Notfall helfen können.
Das wird auch gleich nötig, denn der grausige Mondmann will die beiden Kinder lieber fressen als ihnen Sumsemanns Beinchen zurückzugeben. Aber natürlich geht die Geschichte gut aus und der kleine Käfer kann wieder mit allen sechs Beinchen strampeln. Vielleicht findet man ihn ja im nächsten Mai auf einem Kastanienbaum oder Salatblatt sitzen...
Bernard Wilbs vom Kinder- und Jugendtheater "Radelrutsch" hatte es wieder ausgezeichnet verstanden, die Kinder in eine Reise in die Fantasie zu entführen. Und ständig konnte er in neue Rollen schlüpfen: Eben noch der treuherzigphlegmatische Sumsemann, war er im nächsten Augenblick schon das gewissenhafte Sandmännchen, der fiese Mondmann oder eines der beherzten Kinder.
Ohne aufwendige Requisiten, mit grenzenloser Spiellust und sinnlicher Poesie zauberte Wilbs ein ganzes Szenarium und konnte vor den kleinen Zuschauern das heimelige Kinderzimmer ebenso entstehen lassen wie die silberglänzende Milchstraße oder die zauberhafte Weihnachtswiese, wußte als melancholischer Sumsemann mit seinem Geigenspiel ebenso zu überzeugen wie als Sandmännchen, das mit zartem Glockengeläut durch die silberglänzende Sternenwelt auf seinem Schlitten fährt. Wunderschön dazu auch die Musik, die Joel Schau eigens dafür komponiert hat und die die Handlung wunderbar begleitete und unterstrich. Nicht zu vergessen Franz Pfleger, der für die nötige Technik sorgte.
Den ganzen Charme und Zauber, den sich Gerd von Bassewitz' Stück bis in unsere Tage bewahrt hat, konnte das junge Ensemble seinem Publikum vermitteln, das sich ganz von der Handlung gefangennehmen ließ. Man kann sich heute schon aufs nächste (und somit vierte) Mal freuen.
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Fränkische Nachrichten vom 16. Januar 2004
Kinder strahlten mit den Sternen um die Wette
"Peterchens Mondfahrt" sahen in Igersheim rund 250 Kinder
Etwa 250 Kinder erlebten im Igersheimer Bürgerhaus einen unvergesslichen Flug zum Mond. Gleich zwei Vorstellungen von »Peterchens Mondfahrt« mit dem Radelrutsch-Theater mussten auf Grund der großen Nachfrage gebucht werden.
Auf der Bühne funkelten schon von weitem die Sterne. Zwei Musiker saßen vor der tiefblauen Kulisse und empfingen mit sanften Geigen- und Gitarrenklängen den Nachtwächter. Und der hatte eine spannende Geschichte zu erzählen. Vom Maikäfer Sumsemann, der tollpatschig immer gegen die Fensterscheibe brummte, von Anneliese und Peterchen, die eigentlich schlafen sollten, aber dann doch lieber dem armen Maikäfer helfen wollten. Denn der wollte unbedingt sein sechstes Beinchen vom Mond zurück holen.
Furchtlos und tapfer machte sich Peterchen mit seinem Holzschwert und Anneliese mit Apfelproviant und Sumsemann auf den Weg zur Sternenwiese. Wie ein Chamäleon schlüpfte der ausdruckstarke Erzähler Bernhard Wilbs von einer Rolle in die andere. Mal pumpte er wild mit den Flügeln, um endlich abzuheben, mal schwang er sein Schwert als Peterchen oder bot als Anneliese einen Bestechungsapfel an, um im Schlitten durch die Milchstraße zu kommen. Auf dem Mond war Wilbs der gruselige Mondmann, der lieber die Kinder fressen wollte, als sich mit allen Äpfeln zufrieden zu geben. Doch da hatte er die Rechnung ohne die Kinder im Publikum gemacht: Ein regelrechtes Sternenfeuerwerk schoß in die Höhe. Die wirbelnden Kinderhände drängten den Mondmann zurück und hielten ihn in Schach, bis Peterchen und Anneliese Sumsemanns Beichen erobert hatten. Mit Hilfe der Spucke aus zig Kindermündchen wurde das Beinchen angeklebt und die Rückreise zur Erde begann.
Als der Vater morgens die Kinder im warmen Bett vorfand, hatte er keine Ahnung, welche Abenteuer Anneliese und Peterchen im dieser Nacht erlebt hatten. Die Kinder im Publikum werden jedoch in Zukunft, wenn sie den Sternen beim Funkeln zusehen und den Mond betrachten, oder wenn sie einen Maikäfer vorbeibrummen sehen, sicher gerne an dieses Theaterstück zurückdenken. Und die begleitenden Lehrer, Eltern, Großeltern waren begeistert von der poetischen Umsetzung des Kinderbuchs und der stimmungsvollen Live-Musik mit so vielen unterschiedlichen Instrumenten. |
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Hohenlohsche Zeitung vom 19. März 2005
Kinder flogen mit Maikäfer hinaus
Peterchens Mondfahrt bei Öhringer Kindertheatertagen Funtasia in der Kultura aufgeführt
Auf eine Mitspielreise zum Mond nahm das Heilbronner Theater Radelrutsch die Kinder bei seinem Gastspiel von Peterchens Mondfahrt" in der Öhringer Kultura mit.
Die Bühne der Kultura ist mit nachtblauem Samt ausgelegt, in der Mitte liegt eine große, weiße Halbkugel - dem Monde ähnlich, an der einsam eine Violine lehnt. Ein Nachtwächter betritt die Bühne. Manchmal fliegen hier Maikäfer und Kinder", sagt er zu seinem aufmerksamen jungen Publikum und beginnt dann, die Geschichte von Peterchens Mondfahrt (Bühnenbild: Ulrike Reinhard) zu erzählen.
Peterchen war ungefähr sieben Jahre alt als er zum Mond flog. Zusammen mit seiner Schwester Anneliese und dem Maikäfer Sumsemann machte er sich auf zu dem fernen Gestirn, um Sumsemanns sechstes Beinchen zurückzuholen. Das war nämlich vor langer Zeit auf den Mond gezaubert worden und seither muss Sumsemann immer humpeln. Ohne aufwändige Requisiten, dafür aber mit viel Fantasie erzählen Schauspieler Bernard Wilbs und Musikerin Natasa Rikanovic die spannende Kindergeschichte.
Erzähler Wilbs schlüpft dafür in stets wechselnde Rollen. Mal spielt er den wagemutigen Peter, der sich mit seinem Holzschwert verteidigt, dann wiederum stellt er den Maikäfer dar. Wunderbar komisch anzusehen ist Wilbs, wenn er vormacht wie Maikäfer Sumsemann beim Fliegen aussieht: Mit angewinkelten Armen und verkniffenem Gesicht wird dann gepumpt was das Zeug hält.
Sachte entführen Wilbs und Rikanovic zu den Klängen von Querflöte, Violine, Akkordeon und Xylophon ihr staunendes Publikum auf die weite Reise zum Mond. Sie machen mit den Kinder Station auf der Sternenwiese und schaffen es am Schluss gegen den gräulichen, riesengroßen Mondmann" anzukämpfen, um ihm schließlich das sechste Beinchen abzunehmen. Einmal Mond, einmal zurück, mit viel Hoffnung, mit viel Glück", heißt es am Schluss der bezaubernden Aufführung, für die es von den kleinen und auch großen Zuschauern sichtlich begeisterten Beifall gibt.
Es war so spannend", meinte Kirsten Wetschei aus Eschenau nach der Aufführung. Ebenso begeistert wie die junge Mutti war auch Albert Fünfer aus Forchtenberg. Der Lehrer der Geschwister-Scholl-Schule war mit Kollegin und drei Klassen zur Aufführung gekommen. Dass man mit so wenig Darstellern so viel erreichen kann gefiel ihm besonders. Lob für die Radelrutsch-Aufführung gab es auch von einigen Grundschülern: Der Tanz und wo er den Maikäfer nachgemacht hat", das gefiel den Schülerinnen Meike Grüninger und Beatrice Krebs am besten. |

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