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STIMMEN AUS DER PRESSE
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| Bietigheimer Zeitung vom 11. März 2009: |
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Bietigheimer Zeitung vom 31. Januar 2002:
Zuschauer spielen die Kohlköpfe
BIETIGHEIM-BISSINGEN (sz). Das Heilbronner Theater Radelrutsch begeisterte gestern Nachmittag das kleine Publikum mit der Geschichte von Thomas Vogelschreck, dem "König des Krautfeldes", und überzeugte mit einer großartigen darstellerischen, kindgerechten Leistung.
Das war ein Heiden-Spaß in der Bietigheimer Kelter. Das, was die beiden Schauspieler des Heilbronner Kindertheaters boten, war Höchstleistung und begeisterte die Kleinen und brachte sie, aber auch ihre Eltern, zum Lachen.
Gleich zu Beginn stellte Bernard Wilbs, der Akteur auf der Bühne klar, dass das Publikum aus lauter Kohlköpfen, Blumenkohl und Kohlrabi, aber auch Unkraut - bestand, ein dramaturgischer Meistergriff, der den Kindern gefiel, wie fast alles in dem Stück "Der König des Krautfeldes". So wurde das Publikum quasl zum Krautfeld.
Bernard Wilbs erzählte die Geschichte der Vogelscheuche mit Händen und Füßen, mit Mimik und Gestik, mit Lauten und Geräuschen so plastisch, dass die Kinder voll Begeisterung bei allem mitmachten, was Wilbs von ihnen forderte. Lachen und hörbares Staunen begleitete die gesamte Aufführung und bei den Liedern, die mit Geige oder Akkordeon begleitet wurden, machten alle Kinder mit. Bernard Wilbs versetzte sich so wunderbar in die Gedanken und Vorstellungswelt der Kinder mit seinem gesamten darstellerischen Ausdruck hinein, dass es eine Freude war, dieses Stück mitzuerleben.
Welches Kind glaubte da nicht, dass der größte Wunsch von Thomas Vogelschreck, fliegen zu können, um sein starres Dasein in ein bewegliches zu verwandeln, unbedingt in Erfüllung gehen müsse. Auch wenn das hieße, dass der sympathische Lumpensack sich in Rauch auflösen musste, sprlch am Ende des Jahres, nach Beendigung seiner Aufgabe, verbrannt zu werden. Und so geschah es. Begeistert applaudierten die Kinder, sangen nochmals das Lied vom Thomas Vogelschreck mit, das denn auch noch einige Zeit auf den Straßen Bietigheims nachhallte. |
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Freisinger Tagblatt vom 14. Mai 1999:
Kinder als bewegte Krautköpfe
Ein poetischträumerisch angehauchtes Stück Kindertheater bot das Gastspiel des Heilbronner Kinder- und Jugendtheaters "Radelrutsch" am Dienstag im Echinger Bürgerhaus. "Thomas Vogelschreck - der König des Krautfelds" überzeugte in der phantasievollen Konzeption des Theaters nach einer Erzählung von Otfried Preussler.
Die bühnengerecht für einen Darsteller (Bernard Wilbs) und einen Violoncello-Spieler (Joel Schau) aufgearbeitete Geschichte von der Vogelscheuche Thomas, die von Anfang an davon träumt, mit den Wolken davonzufliegen, und am Ende diesen Traum erfüllt bekommt, benötigte außer einem alten Rechen, einem zerschlissenen Mantel und einem durchlöcherten Hut nur wenig Inventar und forderte so behutsam die Phantasie der Kinder. Ameisen, Käfer und Schnecken tummelten sich da ebenso wie freche Spatzen oder der Mond am Himmel, der in fast lyrischer Weise von seinen Reisen um die Welt erzählte. Mit manch gelungener Lautmalerei, viel Mimik und expressiver Pantomime zog Wilbs die jungen Zuschauer in seinen Bann und ließ sie am Geschehen teilhaben. Denn wer sonst als die Kinder selbst sollten die Krautköpfe sein, die es für Thomas Vogelschreck zu bewachen galt, wer sonst als die Kinder sollten den Wind von leisem Wehen bis zu starkem Sturm nachahmen oder die Regentropfen durch entsprechende Laute hörbar machen? Wie sehr die Kinder am meist ruhigen Geschehen Anteil nahmen, zeigte sich in den zahlreichen, oft von entblößendem Realismus geprägten Kommentaren, derer sich das junge Publikum nicht enthalten konnte. Wilbs reagierte stets spontan auf Einwürfe wie "Der hat ja keine Augen!" und so entwickelte sich manch kurzer Wortwechsel zwischen Zuschauern und Darsteller. Um eine wohlausgewogene Mischung aus ruhigen, aber durchaus humorvollen Sequenzen und für Kindertheater notwendigen Action-Szenen zu gewährleisten, gab es auch das eine oder andere Lied zum Mitsingen und Mitklatschen und sogar die kollektive Aufführung eines lustigen Erntetanzes, der in ein gelungenes Aerobic-Happening ausartete.
Es war also eine wohltuende Mischung aus allen Aspekten, die modernes Kindertheater ausmachen, die sich da am Dienstag auf der Bühne entfaltete. Schauspielerische Kunst - gepaart mit musikalischer Untermalung und dezent eingesetzten Lichteffekten - sorgten für stimmungsvolle und stimmungsreiche 45 Minuten voller Poesie, Phantasie und Clownerie.
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