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STIMMEN AUS DER PRESSE
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Heilbronner Stimme vom 31. März 2003
Klein-Peter auf dem Angsthasentummelplatz
Und wenn man nun mal so ein richtiger kleiner Schisshase ist? Und damit ist nicht gemeint, dass man vor der Dunkelheit oder bösen Hunden, den Fifi-Monstern, Angst hat. Nein, so richtige Angst. Wenn man nicht mehr Verstecken spielt, weil man davon überzeugt ist, sowieso nicht von seinen Kumpels gesucht zu werden. Oder wenn man Spaghetti mit Tomatensoße grundsätzlich ohne Tomatensoße isst, weil die Pasta immer so eklig in die blutrote Soße platscht.
Eins ist sicher, auf die besserwisserischen Lösungsvorschläge der lieben Eltern, Tanten oder Onkels sollte man sich lieber nicht verlassen: Deren merkwürdige Vorschläge - vom abhärtenden Waldlauf bis zur Hypersensibilisierung durch konzentrierten Horrorfilmkonsum - sind nicht gar so vielversprechend. Meint jedenfalls Bernard Wilbs vom Kinder- und Jugendtheater Radelrutsch, der in den Kammerspielen des Stadttheaters Heilbronn die Neuinszenierung seines Riesenzwerges zeigte. Ein Stück um die vielen Gesichter der Angst, des Mobbings und der Selbstheilungskräfte. Eine kleine, haarsträubend spannende Geschichte für Kinder ab fünf Jahre.
Fast leer ist die Bühne, dieser Angsthasentummelplatz des von Bernard Wilbs gespielten Peter. Drei Leinwände, effektvolle Lichteffekte, dezent eingespielte Musik: Das muss reichen für die konzentriert erzählte Geschichte, in der sein Junge vor Angst bibbert, stöhnt, wütet, fröstelt, kichert. Alles durcheinander. So viel negative Energie ist ungesund. Ein neunmalkluger Riesenzwerg hilft mit einem Beschwörungsspruch. Angst in die Kiste, Gefahr gebannt, Gefahr gebannt. Ob das gut geht?
Wird Peter die Bewährungsproben bestehen? Wie wird er mit der Situation umgehen, droht doch die Angstkiste - oh Schreck - überzulaufen? Das soll nicht verraten werden. Diese kleine Angstminiatur, dieses stille, sensible Mutmachsttück gefällt: Und das nicht nur den jüngsten Theaterbesuchern. |

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